Analoger Zugang
Die analoge Technik nutzt die traditionelle Telefontechnik, man
benötigt nur einen Modem, um den Computer an die Telefonleitung
anzuschließen. Dies bedeutet eine geringe Investition und ist für
Gelegenheitssurfer, die nur einmal in der Woche ein bisschen Mail
bearbeiten wollen oder ein bisschen surfen wollen, ausreichend. Die
Datenübertragungsrate wird mit max. 56 kbps angegeben, das sind 56 Kilobit
pro Sekunde. Durch eine Komprimierung des Datenstroms kann ein bisschen
mehr übertragen werden, durch ungleichmäßige Qualität von Telefonleitungen
wird häufig etwas weniger übertragen, so dass im Durchschnitt max. 4-5
KB/s (Kilobyte je Sekunde, 1 KB = 1024 Zeichen) übrig bleiben. Der
Download einer 1 MByte großen Datei dauert somit mindestens 3,8 Minuten
(und bei Modems muss das "mindestens" betont werden).
Nachteile: Die Leitungsqualität ist stark vom Provider abhängig und bei
den meisten Providern und Modems kann nicht telefoniert werden, wenn
gleichzeitig gesurft wird.
Übrigens: Sollten Sie bereits ISDN im
Hause haben, dann versuchen Sie bitte nicht, einen Modem an einen
ISDN-Adapter (a/b-Adapter) anzuschließen. Die ISDN-Adapter sind nicht für
den benötigten Datendurchsatz ausgelegt, und außerdem können Sie über
direktes ISDN bedeutend besser surfen, zumal Sie die wichtigsten
Investitionen schon getätigt haben.
Anschluss
Der Modem wird wie ein Anrufbeantworter einfach parallel zum Telefon
angeschlossen. Sie können auch Modem, Fax, Anrufbeantworter und Telefon
gleichzeitig anschließen - wenn möglich in dieser Reihenfolge, aber das
ist nicht so wichtig.
Kosten
Ein Modem kostet ca. 25-45 € je nach Ausführung (intern als PCI-Karte
für Desktoprechner, intern als PCMCIA-Karte für Laptops, extern mit USB
oder dem älteren seriellem Anschluss). Das Modem sollte ebenso wie der
Provider den Verbindungsstandard V.92 unterstützen.
Inzwischen gibt es kaum noch Angebote von Providern für ein
vergünstigtes Modem. Viele Computer haben aber bereits ein Modem
eingebaut.
Providergebühren
Für den Anfang benutzen Sie am besten einen Monat Schnupperzugang ohne
Vertragsbindung, manchmal sogar kostenlos, oder einen Call-by-Call-Tarif.
Vermeiden Sie auf jeden Fall Tarife mit mehr als 1-monatiger
Vertragsbindung.
Ideal ist dafür sicherlich die überall erhältliche AOL-Software mit
einigen Freistunden. Achten Sie aber bitte auf Kündigungsfristen im
Kleingedruckten! AOL ist bei längerer Benutzung nicht unbedingt preiswert,
bietet dafür aber auch einigen Gegenwert.
Später sollten Sie einen Call-by-Call-Tarif für 0,5 bis 2 Cent/Minute
benutzen, dessen Preis Sie regelmäßig (alle paar Monate) mit dem der
Wettbewerber vergleichen (z. B. bei
www.telefontarif.de,
www.teltarif.de). Empfehlen kann ich gerade für Anfänger auch erst
einmal einen Call-by-Call-Tarif von
MSN, da deren Tarife keine plötzlichen Preissprünge machen, was
insbesondere bei Billiganbietern schon einmal vorkommt.
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