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Fehler in Quicken 2007
Fehler in Quicken 2008
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Fehler in Quicken 2008 Home&Business Deluxe

Die Software Quicken 2008 von Lexware (früher Intuit, gehört zur Haufe-Gruppe) ist in Deutschland sehr weit verbreitet. Mit der Software können Bankkonten offline gepflegt werden, d. h. man kann auch in Jahre alten Kontoauszügen elektronisch wühlen, und die Home&Business-Edition erlaubt auch die Verwaltung von Rechnungen etc. Außerdem erleichtert diese Software das Erstellen der Steuererklärung, weil alle Zahlungsdaten im Laufe des Jahres bereits erfasst werden und Kategorien zugeordnet werden können.

Bei einer solchen Finanzsoftware sollte man meinen, dass diese besonders zuverlässig sein muss und daher gründlich getestet wird, bevor sie zum Kunden gelangt. Leider liefert der Hersteller, unabhängig von seinem aktuellen Namen, seit Jahren Bananensoftware: Diese reift erst beim Kunden, manche Fehler werden auch nach Jahren gar nicht behoben, und Updates mit neuen Funktionen (z. B. Scrollen mit dem Mausrad - eine Windows-Standardfunktion), erscheinen auch nur in den neuen zweijährlichen Versionen, die man kaufen muss. Auffällig ist, dass bei Quicken immerhin einige der durch Quicken 2007 eingeführten Fehler ausgebaut wurden - Fehler, die schon vor Jahren in den einschlägigen Foren bemängelt wurden, sind leider immer noch enthalten.

Da helfen auch keine Internet-Foren, in denen kundige Helfer (und vermutlich auch einige der Programmierer) den Kunden helfen, denn Softwarefehler werden dort nicht beseitigt. Daher entstand diese Auflistung, um den Druck auf den Hersteller zu erhöhen, doch bitte eine bessere Qualität abzuliefern. Schließlich gibt es noch andere Software, die zumindest in Teilen die gleichen Dienste leistet.

Während einer Update-Installation traten bei mir folgende Fehler auf:

  1. Laut Anleitung soll man zur Installation die Firewall deaktivieren - dreht da der Schreiber der Installationsanleitung durch? Ein Rechner im Internet wird im Durchschnitt nach 15 Minuten angegriffen - nicht viel Zeit für die Installation. Lexware weist weder auf die Gefahr hin noch auf den Grund (vermutlich beeinträchtigen einige schlechte Firewalls nicht nur die Kommunikation nach außen, sondern auch die Kommunikation von Programmen untereinander am gleichen Rechner). Jedenfalls sollte man tunlichst zumindest die Windows-Firewall aktiv lassen, die funktioniert und schützt immerhin ein bisschen!
  2. Weiterhin soll zur Installation der Virenscanner deaktiviert werden. Klar, ich lege eine unbekannte CD ein, erlaube dem Installer alles und vergesse mal, dass auch z.B. Microsoft trotz aller Qualitätssicherungsmaßnahmen schon mal verseuchte Software ausgeliefert hat (weil ein Presswerk des Subunternehmers kontaminiert war). Ein guter Virenschutz sollte unbedingt aktiv bleiben - ein schlechter sollte ausgetauscht werden. Aber so einen gefährlichen Hinweis von Lexware hätte ich nicht erwartet. Übrigens: Falls Ihr Rechner während oder bedingt durch die Installation infiziert wird, haftet vermutlich Lexware dafür im Rahmen der Produkthaftung - selbst wenn deren Software nicht selbst den Virus ins System brachte! Solche Hinweise regen mich auf.
  3. Danach darf man mal wieder Software-Lizenzbedingungen am Bildschirm abnicken. In Deutschland eher überflüssiger Schwachsinn, da nicht rechtsverbindlich.
  4. Netter Weise konvertiert das Programm Dateien aus älteren Versionen - und will sie unbedingt unter "All Users" ablegen, statt im Originalverzeichnis zu bleiben. Da darf man sich schon freuen, dass die Datei nicht (mehr) ins Programmverzeichnis gespeichert werden soll. Warum bitte stand die Datei denn woanders? Weil ich, Herr und Meister meines Rechners, das für sinnvoller hielt! Ich lege Finanzdaten lieber im eigenen (verschlüsselten) Verzeichnis als unter "All Users" ab!
  5. Der Programm-Konfigurator ist etwas verbessert worden. Nervig: Nicht nur beim ersten Mal, sondern jedes mal, wenn der Konfigurator aufgerufen wird, labert die Erzählerin ihren Text herunter. Kann man der nicht das Reden verbieten? Ich kenne das Programm schließlich schon ein paar Jahre.
  6. Unangenehm ist auch die automatische Nachfrage nach der Eingabe einer Bankleitzahl, welche Bankfiliale denn man meint - was weiß ich, in welche Filiale der Empfänger geht, mir ist nur die Bankleitzahl bekannt, und die genügt!
  7. Inzwischen meckert der Update-Assistent nicht mehr, wenn man die automatische Aktualisierung nicht ständig als Prozess beim Booten mitstarten möchte. Leider prüft er dann nicht einmal beim Programmstart, ob eine Aktualisierung vorliegt. Und soll man nun wirklich Programm, Web Banking und HBCI Banking einzeln aktualisieren? Ja, man soll - so stelle ich mir ein integriertes Programmpaket nicht vor. Ach ja: Beim HBCI-Update erhält man sogar nur den Link, mit dem man bitte selbst manuell nach einem Update sucht.

    Und es kommt noch besser: Da bietet Quicken 2008 nach der Suche nach einer Aktualisierung den Hinweis, man möge (wegen der vor einiger Zeit erhöhten und in Quicken 2007 bereits berücksichtigten) Mehrwertsteuer doch bitte selbst mal nach einer Kaufversion suchen. War Lexware zu dumm, den eigenen Webserver danach zu fragen? Und glaubt Lexware, dass die Mehrwertsteuer demnächst noch einmal erhöht wird? Und selbst wenn: Dafür braucht man keine neue Software, sondern legt einfach einen neuen Mehrwertsteuersatz in der bestehenden Software an.
  8. Kann man den Button „Im Internet nach Aktualisierungen suchen“ nicht deaktivieren, wenn die Suche bereits läuft? Nur so als Zeichen, dass die Software den Befehl akzeptiert hat? Immerhin erscheint inzwischen ein Fenster mit einem Fortschrittsbalken, dass sich in den Vordergrund drängt.
  9. Auch sehr angenehm ist die Hartnäckigkeit, mit der Quicken eine Adresse speichern möchte. Der folgende Dialog erscheint nicht nur bei der Eingabe einer Überweisung an einen neuen Empfänger, sondern gleich noch einmal beim Absenden dieser Online-Überweisung - dort ist dann zwar nicht erkennbar, welche Adresse zu welcher der ggf. mehreren Überweisungen gemeint war, aber das ist dann ja wohl auch egal:
  10. Ebenfalls sehr schön: Da Quicken sich beharrlich weigert, die von Windows vorgegebenen Standard-Dialoge zu benutzen (was nicht nur behinderten Menschen die Arbeit am Bildschirm erleichtern würde), kommt es auch mal zu solchen Programmfehlern: Bei einer Dual-Monitor-Darstellung wird eine Listbox nicht bei dem Element, sondern auf dem falschen Monitor angezeigt (die gelbe Linie sind die Ränder zwischen linkem Monitor und rechtem Monitor, auf dem Quicken läuft, die rosa Box zeigt, wo die Liste normalerweise erscheinen sollte):
  11. Noch ein schönes neues Feature (natürlich ist das Absicht und kein Bug): Wenn ein Eintrag manuell abgeglichen wird (bei Konten ohne Online-Zugang leider notwendig) und bei diesem Abgleich der Buchungstag oder der Betrag geändert, das Kreuzchen für "abgeglichen" gesetzt und die Buchung gespeichert wird - dann wird das Kreuzchen wieder gelöscht! Auch wenn bereits abgeglichene Buchungen verändert werden, wird das Kreuzchen mal eben kommentarlos gelöscht! Was glaubte der Entwickler, warum ich die Korrektur durchführe?
  12. Eine Kleinigkeit dagegen dieser Fehler: Bei der Änderung von Daueraufträgen über HBCI erscheint zunächst jedes mal eine absolut anwendergeeignete Fehlermeldung:

    Gemeint ist: Quicken weiß nicht, ob meine Bank Daueraufträge offline ändern kann. Eigentlich sollte so etwas über HBCI automatisch geklärt werden, aber gut: Lexware weiß es nicht. Ich dagegen weiß es schon seit der ersten Nutzung in Quicken 2007. Nur kann ich das nicht einmal Lexware oder wenigstens meiner Quicken-Installation mitteilen. Sonst wollen die doch immer alles wissen?
    Zum eigentlichen Punkt: Es wird als erster (zukünftiger) Ausführungsmonat das Datum der letzten erfolgten Änderung angezeigt. Und auch wenn das Kästchen weiß ist: Ändern lässt sich das Datum nicht. Und was noch besser ist: Auch der letzte Ausführungsmonat lässt sich erst ändern, wenn man die Optionsbox bei "bis" erst deaktiviert und dann wieder aktiviert. Vorher ist das Feld weiß und akzeptiert keine Eingaben, und die Scrollpfeile sind ausgegraut.
  13. Und schließlich die Funktionen zum Drucken von Berichten - mein Lieblingsthema seit x Jahren! So ein bisschen orientiert sich Quicken an den Einstellungen, die man am Bildschirm macht. Aber eben nur ein bisschen, im Detail ist Quicken natürlich viel schlauer und bestimmt selbst, welche Felder ausgeblendet oder abgeschnitten werden und welche Spalten viel besser breiter als am Bildschirm angezeigt werden und dass dafür andere Spalten schmäler und die Ränder viel breiter werden. Bloß nicht das tun, was der Benutzer will. Und das schon seit vielen Versionen. Ich könnte ja verstehen, wenn das Drucklayout völlig eigenständig wäre - ist es aber nicht, ein bisschen macht es schon das, was ich auf Grund meiner Einstellungen erwarte. Leider weiß ich nicht, wann es warum welchen Teil meiner Vorgaben ignoriert. Und wenn ich dann noch für meinen Bericht die Spalte "Konto" ausblende, weil ich sie nicht brauche, und dafür die Überschriften verschwinden, die zufälligerweise und unabänderlich in dieser Spalte beginnen. Da schlampt die Qualitätssicherung seit Jahren!
  14. Ach ja: Erwähnte ich schon, dass die Druckvorschau in der Größe nicht änderbar ist und auch nicht verschoben werden kann?
  15. Wenn man dann den Bericht drucken will, darf man im Druckdialog erst noch einmal sagen, dass man einen Bericht (und keine Überweisung, Scheck, ...) drucken will. Ziemlich umständlich.
  16. Immerhin: Beim Ändern eines Berichtes merkt sich der Assistent inzwischen, dass ich das lieber immer in einem Schritt mache - ich muss nicht mehr jedes mal vom Assistenten auf die Übersicht umschalten. Und ein Kategoriebericht ist nun wirklich ein Kategoriebericht und nicht eine Suche nach der Kategorie - was auf den ersten Blick gleich aussieht, aber beim Ändern des Standard-Berichtes umständlicher ist.

Leider begreift sich die Konkurrenz Starfinanz nicht wirklich als Konkurrenz und stellt keine sinnvollen Funktionen für eine vollständige automatisierte Datenübernahme mit mehreren Konten bereit (man muss alle Konten einzeln exportieren, dann einzeln importieren, dann die Online-Daten erneut eingeben). Auch ein paar Gimmicks, wie ein Taschenrechner während der Betragseingabe etc., fehlen. Sonst wäre ich bereits gewechselt, denn die Funktionen, die StarMoney hat, sind deutlich ausgereifter als diese ständigen Kundentests - ich weiß seit Quicken 4, wovon ich spreche, und habe die Hoffnung nicht aufgegeben, doch noch eine vernünftige Software zu finden - egal von wem. Aber vielleicht muss ich dafür erst zu Linux wechseln.

Jedenfalls spricht es für die Raffgier oder die Unausgereiftheit des bisherigen Programms, wenn ein Programm mit dem Namen "Quicken 2008" bereits im Mai 2007 ausliefert wird - und immer noch die alten Fehler hat. Immerhin: Jetzt endlich kann man im Kontoblatt mit dem Mausrad scrollen! Da lohnt doch das Update!

Irgendwie bin ich ziemlich unzufrieden mit dieser Software. Leider gibt es funktional kaum Alternativen. Also werde ich wohl einfach (mind.) eine Version überspringen und hoffen, dass irgendwann alles besser wird.



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